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Managed Futures Strategien

Die Geschichte von Managed Futures

Managed Futures Strategien

Die Anlage in Managed Futures ist seit 1949 möglich. Damals hat der amerikanische Rohstoff-Futures-Händler Richard Davoud Donchian den ersten Managed Futures-Fonds aufgelegt. Bereits nach den prägenden Ereignissen des Börsencrashs 1929 hatte Donchian damit begonnen, sich in seiner Forschung auf die technische Analyse und das Erkennen von Trends an unterschiedlichen Märkten zu fokussieren. Das aktive Trading begann er mit selbst entwickelten, regelbasierten Handelssystemen. 

Ein weiterer Schritt in der Geschichte der Managed Futures erfolgte 1965, als die CTAs Dennis Dunn und Edwin Hargitt die Auswahl der Terminkontrakte anhand computergestützter Modelle durchführten. In den 70er Jahren erlebte die Branche dann einen großen Wachstumsschub. Mit der „Commodities Futures  Trading Commission“ wurde 1974 eine unabhängige staatliche Aufsichts- und Regulierungsbehörde gegründet. Sie bot den Investoren die gewünschte Sicherheit. Zudem wuchsen die Terminmärkte weiter: Neben Rohstoffkontrakten waren nun auch Finanzkontrakte auf Zinsen, Währungen und Aktienindizes verfügbar. Computer oder Datenanbieter wie beispielsweise Bloomberg oder Reuters sowie quantitative, statistische Handelsmodelle gab es jedoch noch nicht. 
Die Managed Futures-Händler stützten sich noch auf einfache, technische Handelsmuster. 

Das Handelsvolumen der Managed Futures-Branche ist laut Brancheninformationsdienst BarclayHedge seit dem 31.12.1988 von etwa 5 Milliarden US-Dollar bis zum 30.06.2012 auf über 334,7 Milliarden US-Dollar gestiegen. Gleichzeitig hat die Zahl und Vielfalt der Terminmärkte weltweit in den letzten Jahren stark zugenommen. So können die Managed Futures-Manager noch breiter in Regionen und Sektoren diversifizieren. Dies erklärt sich u.a. aus dem technischen Fortschritt, da heute  mehr Daten denn je in kürzester Zeit analysiert werden können.

Wie funktionieren Managed Futures?

Managed Futures Strategien

Um den Erfolg von Managed Futures-Investments auch zukünftig gewährleisten zu können, arbeiten die Anbieter gleichzeitig fortlaufend an neuen Technologien und Handelsansätzen. Zudem schenken seit dem Jahrtausendwechsel Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen systematischen Handelsansätzen verstärkt ihre Aufmerksamkeit. Die Psychologie der Märkte oder selbstlernende Algorithmen ziehen in die Handelssysteme ein. Dies trägt zum anhaltenden Erfolg und zu einem hohen Entwicklungsstand der Managed Futures-Strategien bei.  

Im Gegensatz zu traditionellen Aktienfonds sind Managed Futures darauf ausgerichtet, eine in der Regel unabhängig vom allgemeinen Marktgeschehen positive Wertentwicklung zu erzielen – gleichgültig, ob die Kurse an den Märkten steigen oder fallen. Im Zentrum der meisten Managed Futures-Händler steht dabei – mittel- bis langfristig gesehen – das Ausnutzen von Trends. Diese können durch neue Marktinformationen, Veränderungen des ökonomischen Umfelds oder sogar nicht greifbare Faktoren wie Stimmungsumschwünge ausgelöst werden. Je signifikanter Wirtschaftsveränderungen sind, desto gleichgerichteter verhalten sich Investoren und desto ausgeprägter und profitabler sind die daraus resultierenden Trends.

Das Handelsuniversum von Managed Futures umfasst rund 300 verschiedene Kontrakte aus den unterschiedlichsten globalen und liquiden Märkten. Von A wie Aktienindizes bis Z wie Zucker ist alles vertreten und damit breit diversifiziert. Diese globale Marktvielfalt ermöglicht es den Managed Futures Händlern, über alle Anlageklassen hinweg in einem breiten Spektrum zu handeln, das klassischen Fondsmanagern nicht zur Verfügung steht. Beim Handel dominieren vor allem Futures auf Währungen, Rohstoffe, Aktienindizes und Anleihen. Eine Reihe von Techniken erlaubt es ihnen, nicht nur auf steigende Märkte, sondern auch auf fallende Kurse zu setzen. So können Managed Futures selbst in einer schwierigen Marktlage eine gute Rendite erwirtschaften. 

Managed Futures können auch in Zeiten fallender Kurse deutliche Gewinne erwirtschaften und profitieren besonders von ausgeprägten Trends an den globalen Märkten. Sie handeln dabei nach der Devise „Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen“. Insgesamt entwickeln sich nur wenige Trends mit der erwarteten Stärke in die vorhergesehene Richtung. In diese Trends investiert der Managed Futures-Händler nach und nutzt so die Gelegenheit, Gewinne zu generieren. Fehlen ausgeprägte Trends gänzlich, haben es Managed Futures- Strategien allerdings deutlich schwerer, Gewinne zu erzielen. Solche Seitwärtsbewegungen kommen aber in aller Regel nicht besonders häufig vor und sind meist nicht von langer Dauer. Schwanken die Kurse allerdings zu sehr, bedeutet dies ein erhebliches Risiko für den Manager, da er nicht abrupt auf Trendwenden reagieren kann.

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